Projekt "Frühkindliche Sprachenerziehung in Kindertagesstätten und weiterführenden Einrichtungen"


Übergabe der Arbeitsverträge für 12 Muttersprachler und Impressionen von der Einführungsveranstaltung

   

 

 

 

Was ist eine Immersionsmethode ?

Immersion bedeutet "Eintauchen in die Sprache". Die Kinder erleben den Alltag in der Fremdsprache und lernen diese wie ihre eigene Muttersprache. Die Sprache spielerisch, "nebenbei" gelernt, ohne Kontrolle und Druck. Das Sprechen wird durch Gesten und Bilder unterstützt, die Kinder erschließen sich somit selbst die Bedeutung des Gesagten. Beim Immersionsprinzip wird der Alltag der Kinder nicht gestört. Das Sprachenlernen fördert den Spracherwerb der Kinder in ihrer natürlichen, kindgerechten Umgebung. Der frühe Kontakt mit einem anderen Sprachsystem ist zudem eine gute Grundlage für das Erlernen weiterer Sprachen bzw. für die Vertiefung dieser Sprache in der Schule

 (lateinisch  immersio = eintauchen)

Quellen http://www.gzf.euv-ffo.de/kita

 

 

 

2007

    

IV. Regionalkonferenz Pommern                                                                                                             

Vortrag zu „Polnisch in Kindergärten“ am 2. Juni 2007 auf der  Regionalkonferenz Pommern in Stettin 

Nationale Grenzen in Europa werden immer durchlässiger. Die Zeiten sind vorbei, in denen sich Völker durch politisch errichtete Barrieren eingesperrt sehen.

Vor fünfzig Jahren unterzeichneten weitsichtige Europäer die sog. Römischen Verträge. Aus dem Europa der Sechs ist inzwischen ein Europa der Siebenundzwanzig geworden. Der sich bis dahin entwickelte Binnenmarkt hat für viele Menschen gesteigerten Wohlstand und weitgehende Freizügigkeiten gebracht.  

Begegnungen miteinander in dem erweiterten Europa sind auch Erfahrungen mit anderen Kulturen und anderen Sprachen. Die gewachsene Zahl der Mitglieder stellt die europäischen Institutionen vor kommunikative Herausforderungen. Vielfach wird dies unter dem Kostengesichtspunkt beklagt. Das mag eine Sorge der Technokraten sein und auch praktisch die Zusammenarbeit in Parlament, Kommission und Rat erschweren. Der Entwurf des sich erweiternden und vertiefenden Europa respektiert aber bewusst die kulturelle Vielfalt des Kontinents. Die Unterschiedlichkeit wird als Reichtum empfunden. Wesentlicher Ausdruck der kulturellen Eigenheiten sind u. a. die Sprachen.  

.....

  

ODER-Konferenz

Uckerwelle, Prenzlau
Brüssower Allee 48a          

28. Juni 2007
 

Frühkindliche Mehrsprachigkeit
 
- Option auf einen erfolgversprechenden Berufs- und Lebensweg
 

.....

Referat  Dr. Thomas Vogel

 
Grenzüberschreitendes Zentrum für Fremdsprachenvermittlung
Frühstart in die Nachbarsprache

Mehrsprachigkeit als Chance der Region

Mehrsprachigkeit als Normalität
Wirtschaftliche Perspektiven
Individuelle Bildungsperspektiven
Deutsch-polnische Beziehungen

Stadtamt Stettin / Schulamt

Unterricht von Fremdsprachen in öffentlichen Kindergärten der Gemeinde der Stadt Stettin 

         Dr. Leonarda Rożek , 2007                   

 Inhalt der Bearbeitung

I.         Einleitung

II.        Rechtsgrund

III.       Ziel der Bildung der Abteilungen, die  einen frühzeitigen Unterricht

           der Fremdsprache in   dem Kindergarten realisieren

IV.       Empfänger

V.        Organisation der Abteilungen

VI.        Regel der Aufnahme

VII.       Liste der Kindergärten, die das Probeprogramm realisieren

VIII.      Abschluss

 

Frühkindliche Mehrsprachigkeit
Option auf einen Erfolg versprechenden Berufs- und Lebensweg
28. Juni 2007 - Prenzlau

Zweisprachige Kindergärten im
Saarland

Eva Hammes-Di Bernardo, Saarbrücken

Projektziele

 

Kinder durch tägliche Immersion an die französische Sprache heranführen
Zweitsprache = Sozialisationssprache, nicht Unterrichtssprache

Entwicklung einer grenzüberschreitenden interkulturellen Arbeit mit den französischen Nachbarn

 

 

Polnische Wochen 2007

Deutsch-Polnisches Kolloquium

Wege der Annäherung

                 Erzbischof S.E. Marian Golębiewski                                    

Meine sehr geehrten Damen und Herren, sehr geehrte Zuhörerinnen und Zuhörer!     

Es freut mich und ist mir eine große Ehre, als Erzbischof des altehrwürdigen Bistums Breslau heute hier zu Ihnen sprechen zu dürfen, weshalb ich mich bei der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Mecklenburg-Vorpommern sehr herzlich für die freundliche Einladung zu unserem Kolloquium „Wege der Annäherung" bedanken möchte. Ein Kolloquium ist ein Gespräch und es ist gut, wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen und im Gespräch bleiben. Nur so können wir die Grenzen der Sprachlosigkeit überwinden. Wenn wir unseren Weg zueinander zeitlich unterteilen wollen, so ergeben sich, vereinfachend gesprochen, vier grobe Abschnitte:

• 1945 bis etwa 1956:

die tote Zeit der Sprachlosigkeit und des Schweigens

• 1956 bis etwa 1970

die Zeit der Kirchen und der persönlichen Begegnungen nicht nur über Landes- und Sprachgrenzen hinweg

• 1970 bis etwa 1990

der schrittweise Beginn des politischen Gespräches miteinander

• ab 1990

 

Besuch des Botschafters der Republik Polen 

in der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Marek Prawda

25. September 2007

     

Gespräch mit dem Landrat,                             Dr.Prawda, Dr. Böhning,                                       Dr.Prawda, Dr. Böhning,                                      
Dr. Volker Böhning                                             Herr Rediske, Vorstandsvorsitzender der         Herr Rediske,
                                                                               Sparkasse Uecker-Randow,                               Frau Petra Hintze, Hauptgeschäftsführerin 
                                                                               Herr Wack, Vorsitzender der                                der IHK zu Neubrandenburg
                                                                               Deutsch-Polnischen                                             Herr Wack
                                                                               Gesellschaft in M-V e.V.                                       
 

                 

                 

                 

Besuch des Gesandten der  Botschaft der Republik Polen,
Herrn Zenon Kosiniak-Kamysz


17. Oktober 2007

Themen der Gesprächsrunde:
Verkehrskonzepte und Grenzübergangsmodalitäten nach dem 21. Dezember 2007 (
Schengen)

                      

       

Deutsch-Polnischer Wirtschaftskreis, Szczecin,12.11.2007
Mecklenburg-Vorpommern
Nordkurier Artikel vom 14.11.2007

 Minister Dr.Otto Ebnet

Minister lässt nicht alle Wünsche wahr werden  

                                              

Von Hans-Joachim Guth

Schwerin/Stettin (Szczecin).

Die Zeit drängt. Mit dem 21. Dezember tritt Polen dem Schengener Abkommen bei. Gemäß dieser Verabredung innerhalb der Europäischen Union fallen die Personenkontrollen an der Grenze zum östlichen Nachbarland weg, neue Möglichkeiten des rascheren grenzüberschreitenden Verkehrs eröffnen sich.

.....

 

 

 

2008

     

Siegfried Wack, Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern e.V. mit Sitz in Ueckermünde und  Stadtpräsident der Grenzstadt Ueckermünde, im Gespräch mit  Prof. Dr. Albert Raasch, Saarbrücken / Molfsee

                                                                                                  

          Siegfried Wack            Prof. Dr. Albert Raasch

Für den Newsletter des COMENIUS-Projekts „LAB – Language and Borders“

Ein persönliches und politisches Leben
für die Überwindung der Grenzen in Europa   
                                                         

.....                                                                                                                                   

Das Comenius-Projekt „Language and Borders“ ist Teil des gleichnamigen europäischen Netzwerks, das sich mit dem Lernen der Nachbarsprachen in europäischen Grenzregionen beschäftigt.

Sprache ist soziale Kunst“

Ein deutsch-polnischer Verein unterstützt frühkindliche Sprachvermittlung                    

Siegfried Wack,
Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Mecklenburg-Vorpommern,
Ueckermünde

Sprachen öffnen Herzen, fördern das Zusammenleben in Grenzräumen und geben Grenzen ein Gesicht. Deshalb setzt sich die Deutsch-Polnische Gesellschaft Mecklenburg-Vorpommern für die Vermittlung der polnischen Sprache in deutschen Kindergärten ein.

.....

 

Rotary Club  Ueckermünde-Pasewalk

unterstützt  "Projekt Polnisch in Kitas"

 

Quelle Rotary Magazin April 2008, Seite 92

 

 

2. Fachkonferenz

"Frühkindliche Mehrsprachigkeit" - Fremdsprachen in Kitas

Pasewalk, 15.05.2008

Unser Vorsitzender, Siegfried Wack, und das Auditorium applaudieren nach der überraschenden Darbietung der Kinder aus der Kita Storchennest in Pasewalk.

 

Prof. Dr. Albert Raasch, Siegfried Wack, Gabriele Brick, Botschaftsrätin Malgorzata Ławrowska, Prof. Dr. hab. Robert Woźniak,  Dr.Malgorzata Falkiewicz-Szult

am Rednerpult:   Dennis Gutgesell, stellvertr. Landrat des Landkreises Uecker-Randow

Grußwort des Beigeordneten und 1. Stellv. des Landrates

des Landkreises Uecker-Randow, Herrn Dennis Gutgesell

.....

Sehr geehrte Damen und Herren,

gestatten Sie mir, das heutige Thema der frühkindlichen Mehrsprachigkeit kurz in den Kontext der Entwicklung unserer Grenzregion zu stellen: Im Spannungsfeld zwischen Ostsee, Stettiner Haff und deutsch-polnischem Grenzgebiet reift seit Jahren eine kontinuierliche Verständigung, ein Konsens, der sich nicht zuletzt in der heutigen Veranstaltung manifestiert.

Zugleich zeichnet sich jedoch ebenfalls ab, welchen Stellenwert Sprachbarrieren bei uns beiderseits der Grenze immer noch haben. Auf eine Simultanübersetzung vermögen auch die kooperationswilligsten Partner beider Seiten in den seltensten Fällen zu verzichten.

  .....

 

                                 Christine Möller

Immersion und bilingualer Unterricht im Elementarbereich

Ch. Möller & Prof. H. Wode

 

           

Gabriele Brick              Dr.Thomas Vogel        Dr.Malgorzata Falkiewicz-Szult       Dr.Leonarda Rozek

                                     

 

       

          Dagmar Grundmann                           Ewa Mrówka                         Prof. Dr. hab. Robert Woźniak 

      

         Alicja Gaszyk          Elzbieta Ehbrecht-Weber        Andrzej Mazul-Guty

Eine anonyme Umfrage bei den Eltern der Kinder, in Kitas, in denen unsere polnischen Muttersprachler tätig sind, ergab, dass gut 85 % der Befragten unser Projekt "Polnisch in Kindergärten" positiv bewerten.

                

 

 

E.ON edis   unterstützt  "Projekt Polnisch in Kitas"

Quelle E.ON Magazin 02.2008

 

Bundespräsident Horst Köhler im Gespräch mit unserem Vorsitzenden Siegfried Wack

Oskar-Picht-Gymnasium Pasewalk, 18. Juli 2008

links Bundespräsident Horst Köhler, rechts Siegfried Wack

Foto Angela Stegeman, Nordkurier

Siegfried Wack, Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Mecklenburg-Vorpommern und Landrat a.D., erfüllte sich beim Besuch des Bundespräsidenten einen Wunsch. Er traf ihn während des anschließenden Empfangs beim Biertrinken. "Ich bin nämlich auf den Tag genau so alt wie der Bundespräsident. Wir wurden beide am 22.Februar 1943 geboren. Und ich war bei seiner Wahl zum Bundespräsidenten dabei", nannte Siegfied Wack die Gründe.

Auszug aus Nordkurier vom 22.07.2008

Herr Wack äußerte sich im Gespräch über die Unverständlichkeit der Zurückhaltung der Bundesregierung bei der Arbeitnehmer-Freizügigkeit angesichts der Bedürfnisse des deutsch-polnischen Grenzraumes. Herr Wack findet diese Zurückhaltung kontraproduktiv. Herr Köhler nahm dies zustimmend zur Kenntnis.

 

Projekt Polnisch in Kitas wird fortgesetzt

"Mit Elisa spielend Polnisch lernen"

berichtet der Nordkurier am 7. August 2008

Foto Angela Stegemann, Nordkurier

Die Idee, in Kindertagesstätten des Landes Polnisch anzubieten,wird seit dem 1. September 2007 umgesetzt. in der ersten Phase wurden zwölf Muttersprachler eingesetzt. Insgesamt profitieren 13 Kindertagesstätten und eine Grundschule davon. Zehn dieser Einrichtungen befinden sich im Uecker-Randow-Kreis, ausser in den Städten auch in Jatznik, Mönkebude und Altwarp. Neben der genannten Pasewalker Kita ist seit kurzem auch die DRK-Kita in Ueckermünde-Mitte dabei. Da erwisen sei, dass man so früh wie möglich mit Sprachen beginnen sollte und Erfolge auch vorzuzeigen seien habe das Projekt beim Landeswirtschaftsministerium einen hohen Stellenwert, so der Vorsitzende Siegfried Wack. Das Erlernen der polnischen Sprache in Kindertagesstätten soll jetzt wissenschaftlich begleitet werden. Dazu gibt es Gespräche mit der Stettiner Universität. Von deutscher Seite interessiert sich die Universität Kiel sowie eine wissenschaftliche Mitarbeiterin von Kinderland Hamburg für das Projekt.

 

Kabarettist Steffen Möller

 

   

Der gebürtige Wuppertaler Steffen Möller, geb. 22. Januar 1969, ist ein deutscher Schauspieler und Kabarettist, der seit 1994 in Polen lebt.

Dort ist er sehr populär und unter anderem bekannt aus den Fernsehprogrammen:

                 Europa da się lubić     (deutsch: „Europa lässt sich mögen“),

                 M jak miłość                (deutsch: „L wie Liebe“)      und

                 Załóż się                      (entspricht Wetten, dass..?) .

 

Steffen Möller wurde mit dem DIALOG-Preis 2008 am 07.11.2008 in Magdeburg ausgezeichnet.

Quellen www.artegemini.com / de.wikipedia.org

11. Oktober 2008 - Steffen Möller - Rostock

Steigenberger Hotel Sonne 18:00 Uhr

Neuer Markt 2
18055 Rostock
Telefon: 0381 49730

12. Oktober 2008 - Steffen Möller - Schwerin

Filmpalast DAS CAPITOL, 18:00 Uhr

Wismarsche Strasse 126
19053 Schwerin

Telefon: 0385 – 59 180-18
Fax: 0385 – 591 80 30
Mail:
mail@das-capitol.de

13. Oktober 2008 - Steffen Möller - Heringsdorf

Hotel Esplanade, 20:00 Uhr

Seestraße 5
17424 Heringsdorf
Telefon: 038378 700

E-Mail: esplanade@romantikhotels.com

 Foto    www.artegemini.com    © Martin Pudenz

 

Sehr geehrten Damen und Herren,
sehr geehrten Freunde,

"... Steffen Möller, ein Name, der wohl den wenigsten etwas sagen dürfte. Nach diesem Buch wird sich dies gründlich ändern. Der jungenhafte Mann, der uns auf dem Cover aus der Ferne mustert, hat zur Befriedung des chronisch
labilen Verhältnisses zu unseren polnischen Nachbarn vermutlich mehr beigetragen, als sämtliche Kartoffelkrieger und Vertriebenen-Erikas jemals zerdeppern konnten. Angefangen hatte alles mit der leicht abseitigen Studentenidee, einen zweiwöchigen Polnischkurs in Krakau zu belegen. Was im März 1993 als Gag gemeint war, entwickelte sich zur großen Liebe eines Lebens. Man fasst es kaum, aber Möllers Vernarrtheit in die unglaublich komplexe polnische Sprache gab den Ausschlag. Heute, dreizehn Jahre später, kennt in Polen jedes Fernsehkind diesen merkwürdigen Deutschen, der als
Kabarettist und Schauspieler zu einem der Ihren wurde. Und uns nun Polen erklärt. Aber wie!...."

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das sind nur ein Paar Worte über Steffen Möller, der nach einigen Auftritten im Fernsehen mittlerweile auch in Deutschland für Aufmerksamkeit und Furore sowohl mit seinem Bestseller "Viva Polonia" als auch mit seinen
Talkrunden sorgte.

Weitere Informationen finden Sie im Internet:

http://www.cafebabel.com/ger/article/1729/steffen-moller-der-nette-nachbar.html

Als Deutsch-Polnische Gesellschaft in MV freuen wir uns sehr, dass es uns gelungen ist, diesen hervorragenden Botschafter Deutschlands in Polen und Polens in Deutschland zu drei Auftritten in unserem Land zu bewegen.

Am  11.10.2008 in Rostock

      12.10.2008 in Schwerin und

      13.10.2008 in Heringsdorf

haben auch Sie die Möglichkeit, durch Herrn Möller das Land Polen mit seinen verschiedensten Facetten neu auf eine sehr interessante, taktvolle und vor allem aber amüsante Art kennen zu lernen und einen unvergesslichen Abend mit Ihren Nächsten und Freunden zu verbringen.

Die nachbarlichen Annäherungen - Zblizenia (auf Polnisch) auf diese Art zu erleben, machen mit Sicherheit aus diesem Abend - ein Vergnügen. Seien Sie es sich sicher! Nutzen Sie die Gelegenheit!

Wir freuen uns sehr, auch Sie in einer der drei Veranstaltungen als Teilnehmer sehen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen und uns einen wundervollen Abend mit Steffen Möller.

Mit freundlichen Grüßen

Das Organisations-Team der DPG in M-V e.V.

stopka(1)P.S. Wir freuen uns, wenn Sie auch Ihre Freunde oder Bekannte mitbringen.
 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

2009

 

 

Weiterbildung der Muttersprachler

14./15.03.2009

 

Dr. Paul Britzkow

Vorlesungsskript

Interkulturelle Vielfalt – Ich bin o.k. – Du bist o.k.

 Herzlich willkommen zum Thema „Interkulturelle Vielfalt – Ich bin o.k. – Du bist o.k.“. Gemeinsam wollen wir uns in den nächsten Stunden mit diesem interessanten, allerdings keineswegs einfachem Thema beschäftigen.

Ich arbeite unter anderem als Managementtrainer und Organisationsentwickler in einem global tätigen Unternehmen. Was ich deshalb anbieten kann, ist die Kombination aus meinen Erfahrungen aus interkulturellen Trainings und psychologisch, wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Zusammenarbeit mit Instituten für Interkulturelle Kommunikation, beispielsweise an der Universität Hildesheim.

Die Herausforderungen der Zukunft – Sicherung des Weltfriedens, Frischwasser, Nahrung, Energie – werden wir nur gemeinsam meistern können, in einer globalisierten Welt sitzen wir alle in einem Boot. Und diese globalisierte Welt trifft sich im Kindergarten. 5 Probleme, ich möchte diese eher Herausforderungen nennen, die alle Kulturen/Gesellschaften lösen müssen:

1.      Wie bewertet eine Kultur die ureigene Natur des Menschen? Die Wahrnehmung von sich selbst und von anderen? Dieser Punkt führt zwangsläufig hin zur Frage der Ausprägung des Ethnozentrismus.

2.      Wie verhält sich die Kultur gegenüber der Natur? Eine Frage der Weltanschauung.

3.      Welches ist die zeitliche Ausrichtung im Leben, d.h. Zeitorientierung?

a.       Vergangenheit        * Tradition

b.      Gegenwart             * Situation

c.       Zukunft                  * Ziele

4.      Was ist der Hauptzweck des Lebens?

5.      Wie ist das Verhalten des Individuums innerhalb seines Systems oder Sub-Systems? Damit ist gemeint: Wie sind die sozialen Beziehungen und wie erkläre ich meine Identität?

Interkulturell ist vielschichtig, vielseitig. Trotz der vielen Facetten, müssen wir uns heute auf Grund der verfügbaren Zeit auf einige wenige Ausschnitte beschränken. Ich habe mir daher erlaubt folgende Selektion vorzunehmen:

Ø      Begriffe und deren Abgrenzung

Ø      Ethnozentrismus

Ø      Stereotypen

Ø      „Safe-Distance“ oder Raumverhalten

Ø      Systemzugehörigkeit

Ø      „Zwiebel – Cebulka“

Ø      Kulturstandards

Ø      Interkulturelle Kompetenz

Ø      Zusammenfassung

 

Begriffe und deren Abgrenzung

Bevor wir die Themenschwerpunkte gemeinsam durcharbeiten, halte ich es für sinnvoll, einige wenige Begriffe zu erläutern, damit wir ein gemeinsames Verständnis haben. Beginnen wir mit dem Begriff Kultur. Zur Einstimmung zitiere ich Theodore Gochenour „Die Idee des kulturbedingten Abstands ist etwas, das wir intellektuell verstehen können; gefühlsmäßig können wir damit nicht so leicht fertig werden.“ Damit wird gesagt, dass wir um das Anderssein, das Fremde wissen aber es ist nicht einfach im Alltag dieses Wissen in kompetentes Handeln umzusetzen.  Das Wort Kultur hat seine Wurzel im lateinischen colere und bedeutet soviel wie hegen, pflegen, bewohnen, Urbarmachung.  In der Alltags- und Wissenschaftsdefinition wird „Kultur“ uneinheitlich verstanden. Beispielsweise wird „Kultur“ gleichgesetzt mit:

·        Kunst, Theater, Literatur, Malerei

·        Zivilisation oder

·        Verhaltensregeln, bzw. „Benimm“

Auch die Wissenschaft selbst ist noch nicht zu einer einheitlichen Definition gelangt. Allein im deutschsprachigen Raum gibt es etwa 150 Definitionsversuche des Begriffes „Kultur“.

Das Modell nach Schein ist eine Möglichkeit, den Begriff deutlicher zu machen. Sowie ein Eisberg aus einem sichtbaren und unsichtbaren Teil besteht, so setzt sich eine spezifische Kultur aus einem sichtbaren, z.B. Hautfarbe und einem unsichtbaren, beispielsweise Wertmaßstäbe, zusammen.

Ich selbst benutze auch unterschiedliche Kulturdefinitionen.

·        Kultur bietet dem Menschen Handlungsmöglichkeiten, setzt aber auch Handlungsgrenzen.

·        Kultur ist ein Orientierungssystem für eine Gesellschaft, Gruppe oder Organisation.

·        Das Orientierungssystem beeinflusst das Wahrnehmen, Denken, Werten und Handeln aller ihrer Mitglieder und definiert somit deren Zugehörigkeit.

·        In der Geschichte eines Volkes (System oder Sub-System) sind die Inhalte des Orientierungssystems herausgebildet worden.

·        Zu jeder Zeit haben verschiedene Kulturen existiert. Im Laufe der Zeit unterliegen sie Veränderungen, verursacht durch äußere und innere Einflüsse.

·        Kulturelle Orientierung ist somit keinesfalls statisch (Wertewandel).

Zusammengefasst:

„Kultur ist ein Orientierungssystem, das für eine bestimmte Gesellschaft, Nation, Organisation oder Gruppe sehr typisch ist. Es beeinflusst das Wahrnehmen, Denken, Werten und Handeln aller ihrer Mitglieder.“

 

Multikulturelle Schule.JPGIn einer multikulturellen Gesellschaft gibt es weder einen staatlichen, noch nichtstaatlichen Druck zur Anpassung. Die unterschiedlichsten Gruppen sollen nebeneinander existieren. Dieses Modell geht davon aus, die Ethnien sich einander als gleichberechtigt ansehen. Verständnis, Respekt, Toleranz sind die wesentlichsten Säulen dieser Gesellschaft. Mir fallen hierzu folgende Ethnien ein: französisch-stämmige Bevölkerung Kanadas, dänische Minderheit in Schleswig (SSW = Süd-Schleswiger Wählervereinigung), Alto Adige in Oberitalien, Schweiz.

 

 

 

 

Der Begriff „Interkulturell“ tritt in der Regel nur in Kombinationen auf.

·        Interkulturelle Kommunikation

·        Interkulturelle Kompetenz

·        Interkulturelles Lernen

·        Interkulturelle Vielfalt

Hierbei liegt immer eine Interaktion von Akteuren aus unterschiedlichen Kulturen vor. Diese Akteure können sein: Einzelpersonen, Gruppen, Organisationen, Gemeinden, Gesellschaften und Staaten sein.

 

Kulturstandards bestimmen das kulturspezifische Orientierungssystem. Darunter fallen Arten des Wahrnehmens, Denkens, Wertens und Handelns. Diese werden von der Mehrheit der Mitglieder einer Kultur als normal, selbstverständlich und verbindlich angesehen. 

Ich bin o.k. – Du bist o.k. ist eine der vier Grundeinstellungen aus der Transaktionsanalyse. Auch wenn das heutige Thema nicht eine Einführung in die TA ist, so möchte ich etwas näher auf diese Grundeinstellung eingehen. Für denjenigen, der diese Grundeinstellung einnimmt, sind alle Menschen gleich wichtig und entsprechend kommt er sich anderen gegenüber als Mensch weder unter- noch überlegen vor. Man spricht auch von der Grundeinstellung der Menschlichkeit. Das alles heißt aber nicht, dass er mit seinem Verhalten oder dem eines anderen Menschen immer einverstanden ist. Er kann durchaus sein eigenes Verhalten verwerfen oder das Verhalten anderer verurteilen, ohne aber deswegen sich oder den anderen als Person abzuwerten. Diese positive Grundeinstellung sich selbst und anderen gegenüber hat nichts mit Naivität zu tun. Denn diese Lebensposition ist gleichbedeutend damit, dass jemand realistisch denkt, dass er weiß, was er will, dass er sich für seine Ziele einsetzt, dass er dafür die Verantwortung übernimmt und anderen vertraut, solange ihm nicht in krasser Weise die Basis für das Vertrauen entzogen wird.

 

 

 

 

 

Soweit zu den Begriffen. Weitere werden wir im Rahmen der Abhandlung näher erläutern.

 

Ethnozentrismus

Ethnozentrismus an sich ist nicht negativ oder eine Störung, sondern eine anthropologische Grundkonstante. Der Ethnozentrismus beurteilt andere Kulturen vom Standpunkt der eigenen Kultur aus und der damit verbundenen Kulturstandards. Dabei besteht die Gefahr der Überhöhung der eigenen Kultur durch unmerklichen und unreflektierten eigenen Kulturerwerb. Jede Betrachtung einer anderen Kultur ist ethnozentrisch, denn ich vergleiche bewusst oder unbewusst meine eigene Lebenswelt mit der der anderen Kultur. Der Mensch greift also auf Begriffe der eigenen Kultur zurück und interpretiert mit deren Hilfe die Wahrnehmung oder die Erscheinungen des Fremden. Zerstörende, vernichtende Kräfte werden freigesetzt, wenn der Ethnozentrismus unmittelbar in Rassismus übergeht. Und dies ist keineswegs nur eine Erscheinung des 19. Und 20. Jahrhunderts. Dieser Form des Ethnozentrismus widerspricht der Grundeinstellung „Ich bin o.k. – Du bist o.k.“. Hier trifft die Grundeinstellung „Ich bin o.k. – Du bist nicht o.k.“ zu. Nicht jeder mit dieser Einstellung der Überlegenheit tritt arrogant auf, er neigt aber im Allgemeinen dazu. Fehler machen nur andere, wenn etwas schief geht, sind grundsätzlich die anderen schuld.

 

Herrenmensch (Nationalismen)

Untermensch

Weiße

Farbige

Muslime

Ungläubige

Athener/Spartaner (Griechen)

Barbaren

 

Es können folgende vier Formen unterschieden werden:

1.      Der harte Ethnozentriker: Verweigert generell kulturelle Unterschiede wahrzunehmen und anzuerkennen oder er sieht und akzeptiert die Unterschiede zwar, bewertet sie aber negativ. Die eigene Kultur ist für ihn das Maß aller Dinge, sie ist das normale und einzig Richtige.

2.      Der negative Ethnozentriker: Er sieht keinerlei Zusammenhang zwischen den Kulturen und begeistert sich an den unbegreiflichen, fremden Welten, oder er bewertet die eigene Kultur schlechter als andere.

3.      Der heimliche Ethnozentriker: Er ist weltoffen und tolerant. Er akzeptiert die unterschiedlichen Kulturen und Verhaltensweisen und kann nicht verstehen, dass daraus irgendwelche Schwierigkeiten entstehen sollten. Zwar sind seine Ideen frei von ethnozentrischen Beengungen, aber sein tatsächliches Verhalten. Im direkten Umgang mit Angehörigen fremder Kultur verfällt er in ethnozentrische Verhaltensweisen, deren Vorhandensein er bei sich gänzlich leugnet.

4.      Der reflektierte Ethnozentriker: Ethnozentrismus sieht er als unvermeidliche Gegebenheit an, die sich nicht einfach abschaffen lässt. Er ist Realist. Er geht in kleinen Schritten, aber beständig seinen Weg zu mehr Offenheit, Verständnis und Kooperationsfähigkeit gegenüber Menschen aus anderen Kulturen.

 

Führt der Ethnozentrismus zur Abwertung der anderen Kultur, dann ist damit oftmals verbunden:

·        Rechtlosigkeit

·        Unfreiheit

·        aus Mensch wird Sache; Sachen benutzt und verbraucht man, Sachen sind Handelsware

·        kein Recht auf Selbstbestimmung

Um diese negativen Effekte zu vermeiden, die zwangsläufig zu Konflikten zwischen Angehörigen verschiedener Kulturen führen, sind unterschiedliche Konzepte entwickelt worden, deren wichtigstes für mich das „Interkulturelle Lernen“ ist. Das Aneignen, Lernen „Interkultureller Kompetenz“, verbunden mit einer kritischen Reflexion des eigenen unvermeidlichen Ethnozentrismus ist ein Weg der die Lebensqualität und das Miteinander in einer Multikultigesellschaft für alle verbessert und zur gemeinsamen Lösung der erwähnten globalen Herausforderungen führt. Je mehr Ethnozentrismus aus dem Bewusstsein verdrängt wird, desto mehr verliert er seine verzerrende Wirkung. Aus meiner langjährigen Erfahrung in Assessment-Centern, zum Zwecke der Rekrutierung sowohl von Führungs- als auch von Nachwuchskräften im dualen Ausbildungssystem weiß ich um die Defizite in der interkulturellen Kommunikationsfähigkeit. Und dies bei jüngeren Menschen in der Altersgruppe von 19 bis 26 Jahren. Um rechtzeitig und langfristig die erwähnten Konflikte zu vermeiden, sollte die erwähnte „Interkulturelle Kompetenz“ möglichst früh entwickelt werden. Daher trifft sich  die Welt im Kindergarten.

 

Nun stellt sich die Frage: Wenn wir mögliche Konfliktfaktoren erkannt und erforscht haben, warum können wir diese nicht einfach ausschalten? Eine durchaus berechtigte Frage, auf die es keine einfache Antwort gibt. Zunächst möchte ich etwas näher auf einen Faktor eingehen. Das Bewerten, Einordnen in Stereotypen.

 Stereotypen, oder „Der Erste Eindruck ist immer der Beste“

 

 

 

 

 

 

Gehirn.jpgDer Mensch als biologisch schwach ausgestattete Art ist auf schnelle Entscheidungen angewiesen, ob sein Gegenüber gefährlich ist oder freundlich gesonnen. Aus der Frühzeit der Geschichte der Gattung haben wir beibehalten, ob wir gelassen bleiben können, davonlaufen oder kämpfen müssen, oder uns besser totstellen. Dies soll uns bei der Begegnung mit dem Unbekannten hinsichtlich möglicher Gefahren und deren Abwendung reaktionsbereit machen. Da wir nicht in ein frühzeitliches Verhalten zurückfallen können, entsteht ein unangenehmer, angespannter Zustand, den wir gerne vermeiden würden. Er findet seine Auflösung erst dann, wenn wir das Fremde verstanden haben. Dieser Vorgang wird mit Habituation oder auch „Kennenlernen“ bezeichnet.

Genauso schnell entscheiden wir darüber, ohne dass uns dies im Allgemeinen bewusst wird, ob wir jemanden sympathisch oder unsympathisch finden. Dasjenige Teilsystem der menschlichen Kommunikation, das sich besonders für schnelle Entscheidungen eignet, ist die nicht-sprachliche Kommunikation. Wir realisieren vor allem aus Gestik, Mimik, die relative Position zueinander. Diese biologisch notwendige Geschwindigkeit der Entscheidung birgt die Gefahr der Stereotypenbildung. Stereotypen sind eine Form der Kategorienbildung. Kategorien werden immer nach dem gleichen Schema gebildet. Dabei fasst man Eigenschaften zu einem Bündel von wesentlichen Merkmalen zusammen, um Ordnung in das Chaos der Entscheidung zu bringen. Stereotype sind ebenfalls Ergebnisse von Kategorienbildung, häufig eine  unzulässige Verallgemeinerung. Es gibt positive wie negative Stereotypen: „galante“ Franzosen, „feurige Italiener, „stolze“ Spanier, „geizige“ Schotten, „laute“ Amerikaner, „direkte“ und „arbeitswütige“ Deutsche. Auf den ersten Blick bieten Stereotype demnach eine rasche Orientierung und damit Verhaltenssicherheit, allerdings um einen hohen Preis. Wenn man einen Vertreter der Kategorie kennt, kennt man, so will uns das Stereotyp glauben machen, alle. Dies erspart uns die mühselige Aufgabe, jeweils genau hinsehen zu müssen, und genau dies macht sie so verführerisch.

Wie lassen sich nun notwendige orientierende Kategorienbildung von unzulässigen und verführerischen Stereotypen unterscheiden? Wer ein Stereotyp aktiviert, ist immun gegen Fakten. Versuche, das Stereotyp zu widerlegen, werden zurückgewiesen. Begegnet man einem anderen Verhalten, so wird dieser Mensch rasch als „Ausnahme von der Regel“ klassifiziert, damit das so hilfreiche Stereotyp unbeschädigt bleibt. Stereotype lassen auch leicht vergessen, dass es „den“ Amerikaner, „den“ Griechen nicht gibt; individuelle Unterschiede werden leicht übersehen.

Stadtindianer.JPGWelche Funktionen erfüllen demzufolge Stereotypen?

Ø      Sie verleihen Scheinwissen und Sicherheit und vereinfachen die Komplexität der Welt, schaffen Überschaubarkeit.

Ø      Sie ermöglichen Abgrenzung und Zusammenhalt. Die Gruppe von Vorurteilsträgern schafft Sicherheit und Gemeinsamkeit. Die Eigengruppe und jeder einzelne werden damit erhöht, die anderen abgewertet. Es entsteht ein Wir-Gefühl, womit die Gruppenidentität und der Zusammenhalt gestärkt werden.

Ø      Sie bieten in gewisser Weise „Rechtfertigung“ ungerechter Bewertung und Behandlung von Fremden.

 

 

„Safe-Distance“, oder „Rück mir nicht auf die Pelle“, oder Raumverhalten

Der Abstand, den wir normalerweise zu jemandem einhalten, unterliegt Regeln, die wir intuitiv beherrschen. E.T. Hall fand vier unterschiedliche Zonen heraus innerhalb derer sich die meisten Menschen bewegen:

Ø      Intime Distanz, z.B. zwischen Liebenden, engen Freunden und gegenüber Kindern

Ø      Persönliche Distanz unter Vertrauten oder bei geselligen Feiern

Ø      Gesellschaftliche Distanz typisch für das Geschäftsleben, zwanglose Zusammentreffen oder auch um einen Rangunterschied zu verdeutlichen

Ø      Öffentliche Distanz bei Auftritten von ranghohen Persönlichkeiten

C:\Users\Chrat\Kulturelle Vielfalt\Bilder\YouTube - xD extrem volle U-Bahn in Japan xD_0001.jpgNur unter besonderen Umständen, also wenn wir uns nicht frei im Raum bewegen können wie etwa in der Enge einer Fahrstuhlkabine, unterschreiten wir die „richtige“ Entfernung zum anderen. Wenn jemand die „richtige“ Entfernung zu uns nicht einhält, bemerken wir dies sofort. Jemand tritt uns entweder „zu nahe“, ist „aufdringlich“ und „rückt uns auf die Pelle“, wenn er oder sie uns buchstäblich zu nahe kommt, oder er ist „auf Abstand bedacht“, „distanziert“, „kühl“, „abweisend“, ja „arrogant“, wenn er einen „zu großen“ abstand hält. US-Amerikaner und die meisten Mittel- und Nordeuropäer halten in der Öffentlichkeit einen Abstand von ca. 75 cm für richtig, in Lateinamerika wie übrigens auch in Frankreich sind es eher 60 cm. Dieser geringfügig erscheinende Unterschied führt zu einer ständigen Bewegung im Raum bei einem Stehempfang, bei der jede Seite den ihr angenehmen Abstand herstellen möchte. Die eine Gruppe (die mit 75 Zentimeter Normalabstand) fühlt sich die durch die andere Gruppe „bedrängt“, die Gruppe, für die 60 Zentimeter normal sind, empfinden alles andere als „kühl“ und „abweisend“. Die Wahrnehmung ist wechselseitig negativ.

 

 Systemzugehörigkeit

Menschen leben in Systemen, Supra- oder Sub-Systemen. Ob wir wollen oder nicht, wir können uns dieser Tatsache nicht entziehen. Über den Sozialisationsprozess eignet sich das Individuum „Handwerkszeuge“ an (Theorien, Methoden, Normen, Regeln etc.) an, mit denen es sich in seiner Welt zurechtfinden und orientieren kann. Neben dem Bereich der Stereotypen ist dieser Bereich für mich der prägendste für die Kulturstandards. Hier wird die Tiefe und Breite, also die Ausprägung, des individuellen Ethnozentrismusses gesät. Jedes System besteht aus Elementen, die aktiv in Wechselbeziehung zueinander stehen und voneinander abhängig sind. Sub-System, System und Supra-System bilden zusammen das Konzept der Hierarchie von Systemen. Die Grenzen sind durchlässig und modifizierbar. In welchen Systemen leben wir nun? Beginnen wir mit der kleinsten Einheit, dem Individuum und arbeiten uns dann zum Supra- oder auch Über-System genannt vor. Jeder Mensch hat seine eigene Psychodynamik, d.h. wir reagieren unterschiedlich auf Reize. Diese Reaktion oder Verarbeitung ist abhängig von Einstellungen, Haltungen, Wertmaßstäben und möglicherweise genetischen Veranlagungen. Als nächstes kommt das Sub-System „Gruppe“. Wir sind mindestens Mitglied einer Gruppe, der Familie. Ein Mensch kann Mitglied mehrerer Gruppen sein. Freundeskreis, Kindergarten, Sportverein, Schulklasse, Arbeitsteam, Club usw. Die Gruppenzugehörigkeit ändert sich, beispielsweise wenn die Bindungskräfte zu schwach sind, bzw. die Bilanzierung für das Individuum negativ ist. Hier unterliegt der Mensch gruppendynamischen Prozessen. Es ist zulässig, dieses Sub-System als Milieu zu bezeichnen. Wir sind Teil einer oder mehrerer Organisationen. Beispiele hierfür können sein: Religionsgemeinschaft, Großunternehmen, Partei, Region (Bundesland, W). Ein Staat wird je nach Größe zu den Sub- oder Supra-Systemen zugeordnet. In diesem System entwickelt sich die nationale, ethnische Identität. Die Zusammenhänge lassen sich in einer Tabelle darstellen.

 

 

 

Systemart

 

 

System

Individuum

Ich-Identität

Sub-System

Gruppe

 

Familie

Gewohnheiten, Traditionen, Werte

Milieu

Sprache, Manieren, Überzeugungen,

Organisation

 

Religionsgemeinschaft

Werte, Traditionen,

Unternehmen

Berufsethos

Region

Schwaben, Rheinländer, Friesen

Supra-System

Großgruppen

 

Staat

Nationale, ethnische Identität, Standards, Normen

„Weiße“

Wir sind anders

 Zwiebel – Cebulka

Menschen werden häufig als Vertreter ihrer Gruppe wahrgenommen, übrigens auch, wenn sie gar nicht zu dieser Gruppe gehören möchten. „Du bist doch auch einer von denen!“ erschallt es, wenn irgendwo ein Repräsentant einer Gruppe ausgemacht wird, und zwar sowohl im positiven wie im negativen Sinne. Wenn ein bisschen Glanz von Michael Schuhmacher oder Katarina Witt auf den deutschen Touristen fällt (obwohl er zu ihren Siegen wenig beigetragen hat), wird er sich nicht beschweren. 

Etwas anders ist es schon, wenn er beispielsweise „gesamtschuldnerisch“ geradestehen muss für Exzesse gegen Ausländer. Da hilft es wenig zu sagen: Ich habe mit den Deutschen nichts zu tun.

Cebulka 1.jpg

Diese Identitätsabgrenzung steht stark im Zusammenhang mit Stereotypen und der Systemzugehörigkeit. Dieser Abgrenzungsprozess lässt sich sehr schön am Zwiebelschalenmodell verdeutlichen. Auf jeder Zwiebelschale, die sich um die Kernidentität herumlagert, finden derartige Abgrenzungen statt. Im Kulturkontakt werden zunächst die äußeren Schalen „abgeprüft“, bis zu der Schale, auf der sich eine Ausgrenzungsmöglichkeit ergibt; dies ist die Niedrigste Ebene der Divergenz, der Abweichung. Gemeint ist dabei die Abweichung von einer Gruppe, die sich als „normsetzend“ definiert. Wir sind hier „in meinem Land“, hier wird nach meinen/unseren Regeln gespielt.

 

 

 

 

Zwei sehr mächtige Ausgrenzungskriterien sind „Hautfarbe“ und „ethnische Zugehörigkeit“. Das erste Kriterium ist leicht handhabbar und daher sehr bequem (und verführerisch!). Das zweite Kriterium, ethnische Zugehörigkeit, wird meist intuitiv mit der sprachlichen Identität in eins gesetzt. Dabei kommt der Nationalsprache eine erhebliche Bedeutung zu. Auch hier liegt ein „eingängiges“, leicht zu handhabendes Kriterium zur Ausgrenzung vor: Man hört schnell, ob jemand zur eigenen Sprachgemeinschaft zählt oder nicht. Aber nicht nur diese Zuordnung ist von Bedeutung, sondern auch der Sinn, der mit mit einem Wort oder Satz verbunden ist. Nachfolgend einige Beispiele.

Ø     Der Chevrolet Nova wurde in Puerto Rico aufgrund seines Namens („no va“ = fährt nicht“) nur zögernd angenommen

Ø     Der Slogan von Pepsi Cola „Come alive with Pepsi“ wurde in China mit „Pepsi holt Ihre Ahnen aus dem Grab“ übersetzt

Ø     Der Markenname Esso bezeichnet in Japan einen stehen- bzw. liegengebliebenes Auto

 Es ist dann nicht verwunderlich, dass sich Geschäfte schlecht entwickeln. Aber nicht nur der Sinn ist von Bedeutung sondern auch der Bedeutungstransfer durch Ausdrucksvariationen der Stimme, z.B. Lachen, Satzmelodie, Lautstärke oder Stimmlage. Und dann gibt es da noch ein weiteres phonetisches Element, das die deutsche Aussprache negativ beeinflusst, den Kehlkopfverschlusslaut oder Knacklaut. Im Deutschen spricht man (ohne dass dies deutschen Sprechern im Allgemeinen bewusst wäre) diesen Knacklaut bei Wörtern, die mit Vokalen beginnen: ich, ach, echt, Ecke, aber auch nach Vorsilben vor dem Wortstamm: ver-engen, ver-arbeiten, er-innern. Das Ergebnis ist, dass es einen ständigen Strom von hart klingenden Knacklauten gibt, die als „hart“, „unangenehm“, „aggressiv“ empfunden werden.

 Kulturstandards

Kulturstandards.pngJede Gesellschaft ist auf ein hohes Maß an Verhaltenskonformität angewiesen, die von den mehr oder minder strikt eingehaltenen Kulturstandards gewährleistet wird. Wie kann man diesen Begriff beschreiben oder was ist darunter zu verstehen. Die Definition ist ähnlich der des Kulturbegriffes. Unter Kulturstandards versteht man die von den Mitgliedern der jeweiligen Kultur geteilten Normen, Werte, Überzeugungen, Einstellungen, Regeln usw., die eine Orientierung für das eigene Verhalten geben und es ermöglichen zu entscheiden, welches Verhalten als normal, typisch oder noch akzeptabel anzusehen ist. Kulturstandards sind trotzdem nicht als unveränderlich zu verstehen. Gesellschaftlicher Wandel drückt sich auch und gerade in Veränderungen der Kulturstandards aus. Neben innergesellschaftlichen Veränderungen, die hier ihren Niederschlag finden, tragen eben auch interkulturelle Überschneidungen zur Veränderung von Kulturstandards bei. „Man hört Reggaemusik, sieht sich im Kino einen Eastern an, isst mittags bei McDonald’s und abends in einem Thai-Restaurant, trägt Designermode aus Paris und trinkt zum Ausklang des Tages ein Glas südafrikanischen Rotweins.“ Dieser Prozess des Überlagerns durch länderübergreifende Subkulturen zieht sich jedoch in der Regel über Generationen hin. Als typisch deutsche Kulturstandards gelten beispielsweise Pünktlichkeit, deutsche Begrüßungsrituale (Du/Sie Handgeben), dass sich Mann oder Frau ihren Ehepartner selbst aussuchen können, Körperabstand zu anderen Menschen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die kulturspezifischen Standards werden durch Erhebungen von vorher definierten kulturkritischen Interaktionssituationen verdeutlicht. Diese Interaktionssituationen können sehr vielfältig sein. Beispielsweise:

·        Raumverhalten, Distance

·        Kommunikationsstil

·        Regelorientierung

·        Individualismus

·        Trennung von Persönlichkeits- und Lebensbereichen

·        Zeitplanung

·        Freiheitsgrade

Anschließend erfolgt die Betrachtung einer Ziel-Kultur aus der Sicht einer Herkunfts-Kultur.

 

Die Methodik der Kulturstandards ist nicht ohne Kritik.

·        Kulturelle Spezifika werden herausgearbeitet, aber nicht unbedingt auch verstanden. Dieses Vorgehen begünstigt stereotypengeleitetes Denken und Handeln.

·        Erschwert kulturübergreifendes Lernen

 

Es ist gut, wenn man sich der Grenzen des Kulturstandard-Konzepts bewusst ist. Der größte Nachteil wird in der starken Reduktion komplexer Wirklichkeit gesehen. Eine wirkliche Person begegnet nicht „dem Deutschen“, sondern einem ganz konkreten Individuum. Ich habe sympathische, offene, humorvolle, ausgeglichene, fachkompetente ausländische Kollegen genauso wie unsympathische, verbissene, cholerische, fachlich zweitklassige kennengelernt. Hinzukommt, dass die Stimmung eines Menschen wechselt. Es gibt eben kein Individuum, das in seinem Denken, Fühlen und Handeln jederzeit exakt dem Kulturstandards seiner Kultur entspricht. Es gibt nicht „den Deutschen“ oder „den Polen“.

Es gibt eine Menge situativer und struktureller Variablen, die ebenfalls Einfluss auf die Wahrnehmung haben, beispielsweise:

Ø   die Bedingungen des Kontaktes (Dauer, Intensität, Freiwilligkeit),

Ø   die Zugehörigkeit zu Subgruppen innerhalb der jeweiligen Kultur (Berufsgruppen, Unternehmensbereich, Organisationskultur, Bildungsstand, Sozialstatus),

Ø   die Zielvorstellungen der Beteiligten und ihre Kompatibilität,

Ø   die Machtverhältnisse und Machtstrukturen,

Ø   der möglicherweise stattfindende Wettbewerb zwischen ihnen,

 Wie die Nachbarn „den Deutschen“ sehen:

 

 Interkulturelle Kompetenz

Für interkulturelle Kompetenz gibt es keine einheitliche Definition. Im Allgemeinen versteht man darunter die Fähigkeit, mit kultureller Fremdheit umzugehen und mit Menschen fremder Kultur erfolgreich zu kommunizieren und zu interagieren. Deswegen spricht man teilweise auch von interkultureller kommunikativer Kompetenz. Manchmal werden in der Literatur beide  Ausdrücke gleichgesetzt. Auch wenn die Fähigkeit zur Kommunikation eine wichtige Voraussetzung für interkulturelle Kompetenz ist, halte ich dies persönlich nicht als ausreichend. Kompetenz ist eine Wertung von Verhalten und Fertigkeiten durch andere. Dabei ist zu beachten, dass das Bewertungssystem, angelegt durch den oder die Beurteilende/n, sich durchaus von der des Beurteilten bzw. Ausführenden unterscheiden kann. Sich in den Augen der Betrachter bzw. Kommunikationspartner als kompetent zu erweisen, ist daher nicht so einfach, wenn wir die vielfältigen möglichen Störungsmomente mit einbeziehen: Stereotype, Vorurteile, Gruppendruck u.a. beeinflussen den Kommunikationsprozess. Für den interkulturellen Zusammenhang bedeutet dies: Erst wenn sich die Interaktionspartner, im Kontext ihres kulturellen Wertesystems verstanden fühlen, werden sie das Verhalten ihres Gegenübers als kompetent erachten. Dies bedeutet aber auch, dass interkulturelle Kompetenz keine dauerhafte Eigenschaft ist, sondern vielmehr an einen Kontext (Situation, Zeit) gebunden ist. Ein Kernelement interkultureller Kompetenz ist es, zu erkennen, dass jede Kultur immer Vor- und Nachteil hat. Jeder ist in der Heimat und in der Fremde gezwungen, immer auch mit 50 Prozent Unliebsamem zu leben.

Für eine effektive interkulturellen Beziehung ist eine Kombination aus: Wissen, Können, Wollen, Dürfen erforderlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Erlernen interkultureller Kompetenz bieten sich folgende Möglichkeiten an:

Ø     Bewusstwerden der eigenen kulturellen Hintergründe – Wissen über die andere Kultur erwerben, Hintergründe über Sozialisationszusammenhänge und –strukturen kennen

Ø     Neugierde auf das Fremde wecken

Ø     Fremdsprachenkenntnis

Ø     Akzeptanz sprachlicher Fehler

Ø     Einbeziehung außersprachlicher Interaktion (z.B. Mimik und Gestik)

Ø     Sich in fremde Kulturen einfühlen können (Empathie)

Ø     Wahrnehmungsfähigkeit erhöhen und Sensibilität für Unterschiede zwischen Kulturen (im Wahrnehmen, Denken usw.) wecken

Ø     Gemeinsamkeiten und Unterschiede feststellen und letztere auch akzeptieren können

Ø     Verschiedene Normen kennen und einschätzen lernen (die eigenen und die des Gastlandes)

Ø     Bereitschaft wecken, sich Konflikten zu stellen und diese auszutragen

Ø     Bereitschaft wecken, sich eigene Vorurteile einzugestehen

Ø     Selbstwertgefühl (Ich-Identität) stärken

Ø     Kommunikationsbewusstsein und –fähigkeit schulen

Ø     Für Missverständnisse sensibilisieren

Ø     Eigene Ängste erkennen und relativieren lernen

 

Ein Mensch kann also nur dann interkulturelle Kompetenz erwerben, wenn er ein bestimmtes Maß an interkulturellen Kenntnissen, sozusagen über ein interkulturelles Grundwissen verfügt.

 

Versucht eine Person im Umgang mit anderen Menschen einer anderen Kultur deren fremdkulturelles Orientierungssystem zu verstehen und, nach der Reflektion bzw. dem Bewusstmachen der eigenen Kulturstandards, in das eigenkulturelle Orientierungssystem zu integrieren und auf das Denken und Handeln in einer entsprechenden Situation anzuwenden, findet interkulturelles Lernen statt (Thomas/Müller 1995).

Etwas näher eingehen möchte ich auf den Punkt, „Wahrnehmungsfähigkeit erhöhen“. Hierzu eignet sich insbesondere die DIE-Methode (Kohls and Knight, Developing Intercultural Awareness, 1994)

 

Hierbei steht DIE für:

1.      Description (Beschreibung)

a.       muss neutral und genau sein

b.      muss kognitive Filter und Wahrnehmungsfilter überwinden

2.      Interpretation (Auslegung)

a.       Mutmaßung über die mögliche Bedeutung der Beobachtung

b.      Zuschreibung eines Motives der beobachteten Person

3.      Evaluation (Bewertung)

a.       emotionale oder affektive Beurteilung

b.      eigene Gefühle über das, was wir beobachtet haben

 

Beschreibung

Auslegung

Bewertung

Schreiben Sie so genau und neutral wie möglich hin, was Sie erfahren haben. Jede Begebenheit, die Ihnen auffällt, sei es komisch, befremdend, traurig, usw. sollen Sie notieren.

Gefühle und Meinungen sollen hier nicht aufgezeichnet werden, bleiben Sie bei den bloßen Tatsachen.

Nun analysieren Sie das, was Sie beobachtet. Welche Grundsätze oder Werte stehen hinter dem Verhalten? Wie kann Ihre Beobachtung Ihnen helfen, die Kultur nach ihren Wertorientierungen zu klassifizieren?

Beschreiben Sie hier Ihre Gedanken, Gefühle und Reaktionen. Welche kulturellen Gründe könnte es dafür geben, dass Sie so oder so reagiert haben? In wie fern sind diese unterschiedlich von den Werten oder Grundsätzen in der neuen Kultur?

 Zusammenfassung

Ziel dieses Vortrages war es, einerseits die Komponenten der interkulturellen Vielfältigkeit aufzuzeigen und andererseits deutlich zu machen, wie wichtig es ist, die Grundlagen für ein friedfertiges Neben- und Miteinander bereits im Vorschulalter zu schaffen. Dies ist kein einfacher und schneller Weg. Aber, auch eine weite Reise beginnt mit dem Ersten Schritt.

 Die Welt trifft sich im Kindergarten

 Dziękuję za uwagę/ Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

 Paul Britzkow

Elmshorn im März 2009

  

Kleine Bibliographie

1.      Hofstede, Geert. Cultures and Organzations. McGraw-Hill, 2007 (Deutsche Ausgabe: Lokales Denken, globales Handeln. Interkulturelle Zusammenarbeit und globales Management. DTV, 2006

2.      Kohls, L. and John M. Knight. Developing Intercultural Awareness. A Cross-Cultural Training Handbook. Intercultural Press, 1994

3.      Gochenour, Theodore. Beyond Experience. An Experiential Approach to Cross-Cultural Education. Intercultural Press, 1993

4.      Hall, E.T. and Mildred Reed Hall. Verborgene Signale. Über den Umgang mit Amerikanern. Grüner und Jahr, 1983