Woiwodschaft Vorkarpaten

(Województwo podkarpackie)

 

 

Die Woiwodschaft Podkarpazien wird dieses Jahr, vom 30. August bis zum 7. September 2008,  von uns, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern, im Rahmen der von uns jedes Jahr durchgeführten "Polnischen Woche", den Bürgern unseres Bundeslandes vorgestellt.

     

Woiwodschaft Podkarpackie - Karpatenvorland

Die Woiwodschaft Karpatenvorland ist eine der 16 Woiwodschaften, die die Republik Polen gliedern. Sie ging 1999 bei der polnischen Gebietsreform aus den Woiwodschaften Rzeszów, Przemyśl und Krosno sowie aus Teilen von Tarnów und Tarnobrzeg hervor.

Sie befindet sich im äußersten Südost-Polen am Fluss San und grenzt an die Ukraine sowie die Slowakei. Im Süden ist die Landschaft von den Karpaten geprägt, hier lebt die Minderheit der Goralen.

   

Die Woiwodschaft Podkarpackie erstreckt sich auf das Karpatenvorland und die Sandomierer Tiefebene.

 

Auf einer Fläche von 17890 km² wohnen ca. 2,1 Millionen Menschen. Die Woiwodschaft besteht aus 21 Kreisen.

 

Tourismus

Die Natur- und landschaftlichen Vorzüge, zahlreiche Sehenswürdigkeiten in den alten Städten sowie die altpolnische Gastfreundlichkeit ziehen viele Touristen aus dem In- und Ausland an. Markierte Wander-, Reit-, Fahrrad- und Autorouten bieten die Möglichkeit, ohne Irrfahrten die Region kennen zu lernen. Im Winter warten zahlreiche Skiwanderwege und gut vorbereitete Skipisten sowie Skilifte auf die Skifahrer.

 

 

Städte und Ortschaften           

                                     

Rzeszów (deu. 1941-1945 Reichshof) ist die Hauptstadt der Woiwodschaft und ein wichtiges wirtschaftliches, wissenschaftliches und kulturelles Zentrum des Karpatenvorlandes, in der ca. 167.000 Menschen wohnen. Sie ist die einzige Großstadt der Woiwodschaft.

Die Stadt  ist Bischofssitz, beherbergt eine Universität und eine polytechnische Fach-Hochschule.

   

    

 

Besuchern, die für Vergangenheit und Kultur Interesse haben, empfehlen wir die Besichtigung der Rzeszower Altertümer. Zu den interessantesten Denkmälern gehören: die im 14. Jahrhundert gebaute Pfarrkirche; das vom 15. Jahrhundert datierte, mehrmals um- und ausgebaute Rathaus (liebevoll in den Jahren 1993-1996 restauriert); das aus dem 16. Jahrhundert stammende Lubomirski-Schloß; die aus dem 17. Jahrhundert datierten Bauten des Bernhardinerklosters, des Piaristenkonvents und des Lubomirski-Sommerpalastes; das Kirchen- und Klostergebäude des Reformatenordens aus dem 18. Jahrhundert und die Bürgerhäuser am Alten Markt, deren jetzige architektonische Form das Ergebnis zahlreicher, im 17. Jahrhundert begonnener Umbauarbeiten ist.

Die Stadtgemeinschaft von Rzeszów bestand über Jahrhunderte aus einer Völkermischung. Spuren der hier einst lebenden jüdischen Gemeinde und ihrer Kultur, sind die erhalten gebliebenen Bauten der Altstädtischen (17.Jahrhundert) und Neustädtischen (18.Jahrhundert) Synagoge. Eine ganz besondere Attraktion erwartet den Besucher in Form eines Wanderweges durch die Kellergänge unter der Marktplatzplatte, die demnächst dem Tourismus freigegeben wird.

Przemyśl (deu. Prömsel) ist eine kreisfreie Stadt mit ca. 66.800 Einwohnern am Fluss San. Die Stadt liegt verkehrsgünstig an der Grenze zur Ukraine.

 

Von Bedeutung im alltäglichen Leben der Stadt waren bis zum Zweiten Weltkrieg die große jüdische (Massaker von Przemyśl) und die ukrainische Bevölkerungsgruppe.

Sehenswert sind die Altstadt, die römisch-katholische und die griechisch-katholische Kathedrale und verschiedene Klöster und die Festung Twierdzy.

Stalowa Wola hat ungefähr 65.900 Einwohner und liegt am Fluss San.

Etwa 60 km entfernt befindet sich der internationale Flughafen Rzeszów-Jasionka.

Mielec hat ca. 61.200 Einwohner. Die Stadt liegt etwa 75 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstadt Rzeszów nahe der Grenze zu den Woiwodschaften Heiligkreuz und Kleinpolen. Der Fluss Wisłoka durchfließt Mielec von Süden her und mündet etwa zehn Kilometer nördlich des Stadtgebiets in die Weichsel.

 

Traurige Berühmtheit erlangte Mielec am 9. März 1942 als sie zur ersten judenfreien Stadt im besetzten Polen erklärt wurde.

Tarnobrzeg, kreisfrei mit knapp 50.100 Einwohnern, liegt im Südosten Polens am rechten Ufer der Weichsel.

     

  

Sehenswert sind das Dominikanerkloster, eine Kirche, der Schlosskomplex in Dzikowie und das historische Museum in der Stadt.

Krosno (deu. Krossen), kreisfrei mit etwa 47.700 Einwohnern, liegt am Fluss Wisłok. Die Grenze zur Slowakei verläuft etwa 40 Kilometer südlich, die zur Ukraine etwa 85 Kilometer östlich der Stadt.

   

   

   

Dębica (deu. Dembitza) hat kapp 47.000 Einwohner und liegt rund 40 km westlich der Provinzhauptstadt Rzeszów sowie etwa 100 km östlich von Krakau an der Wisłoka.

Jarosław (deu. Jaroslau) ist eine Stadt mit etwa 40.600 Einwohnern.

   

Jasło (deu. Jassel), mit ca. 37.800 Einwohnern,

   

Sehenswert ist das Schloss. Interessierte finden in der Stadt noch das Haus in der sich einst die Gestapo befand.

Sanok (deu. Saanig), 39.400 Einwohner

   

Fluss San

 

Ein wichtiges Kultur-, Industrie- und Verkehrszentrum der Region ist die Stadt Sanok. In dem malerisch am Fluss San gelegenen Sanoker Schloss kann man die größte polnische

 Ikonensammlung besichtigen.

Baranów Sandomierski, mit etwa 1.500 Einwohnern, ist eine Kleinstadt im Südosten Polens, rund 130 km nordöstlich von Krakau und etwa 200 km südlich der Landeshauptstadt Warschau.

 

Das Städtchen beheimatet ein Schloss, in dem sich ein Hotel und ein Museum befindet.

Krasiczyn, ein Dorf

  Image:Krasiczyn - zamek, dziedziniec.jpg

Hier befindet sich der Krasicki Palast,  ein wirklich schönes Renaissance-Schloss.

Natur

In der Woiwodschaft gibt es die beiden Nationalparks Ostbeskiden und Magurski.

 

Zum Ostbeskiden-Nationalpark gehört das 1992 gegründete UNESCO Biosphären-Reservat Westliche Ostbeskiden.

   

Zum Schutz von Pflanzen und Tieren (Wölfe und Bären) entstanden in der Woiwodschaft 10 Landschaftsparks, ca. 100 Landschaftsreservate und 17 Gebiete geschützter Landschaft sowie ungefähr 500 Naturdenkmäler.

Die abwechslungsreiche Natur  zeigt sich in schachbrettartig geschnittenen Feldern und Wäldern. Dazu gehören Almen und Hügel, Erhebungen und Täler der Flüsse wie der Weichsel (poln. Wisła).

 

Quellen DPG MV / de.wikipedia.org / erzeszow.pl

 

Fotos: tarnobrzeg.pl, kskp.szczecin.opoka.org.pl, poland.as, panorama-miast.com.pl, bielefeld.de, fivb.org, dziedzictwo.ekai.pl, spacer.rzeszow.net, zabytkowe.koscioly.sl.pl, suchhamster.de, turystykadlapracy.org, nartyonline.pl, tourisme.pologne.net, pictures.polandforall.com, schule.provinz.bz.it, sacherer.de, tauchferien.de, biega.com, globtroters.3lo.pl, bskowron.blogspot.com, kki.pl, imageshack.us, blues.pl, forum-grenzstaedte.net, luskiewnik.pl, krosno1.blog.onet.pl, tarnowskie.koscioly.sl.pl, i-lo.debica.edu.pl,